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Die Gewürzvanille (Vanilla planifolia) oder echte Vanille ist eine Orchideenpflanze. Der Name stammt über das
französische vanille vom spanischen vainilla (kleine Scheide) entlehnt worden, das im lateinischen vaginella
seinen Ursprung hat. Die Gattung Vanilla umfasst etwa 110 Arten, von denen weniger als 20 aromatische Früchte
tragen. Außer der Gewürzvanille Vanilla planifolia gehören hierzu die Arten Vanilla tahitiensis oder Vanilla
pompona für die Gewürz- bzw. Duftstoffherstellung (für Parfums).
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Die Gewürzvanille ist eine Kletterpflanze, sie zählt mit ihren bis zu 10m langen Ranken zu den größten Orchideenarten
überhaupt. Ihren Ursprung hat die Pflanze in Süd Mexiko, wo sie den nahuatl-aztekischen Namen tlilxochitl
(schwarze Blume) trug. Lange Zeit scheiterten Versuche die Vanille auch außerhalb Mexikos anzupflanzen und zu
züchten, da sie nur durch ganz bestimmte, ausschließlich in Mexiko und Zentralamerika vorkommenden, Bienen- und
Kolibriarten bestäubt werden kann. In den anderen Ländern, wo diese Pollenüberträger nicht vorkommen, muss der
Mensch deren Funktion übernehmen. Dem belgischen Botaniker Charles Morren gelang es 1837 erstmals den
Fortpflanzungsmechanismus der Vanille aufzuklären, und eine künstliche Befruchtung durchzuführen. Eine geübte
Plantagenarbeiterin schafft am Tag etwa 1.000 bis 1.500 Blüten, allerdings ist die künstliche Befruchtung mit
einem Kaktus- oder Bambusstachel sehr arbeitsaufwendig. Vanille war schon bei den Ureinwohnern Mexikos, den
Azteken als Gewürz bekannt, die spanischen Eroberer brachten sie dann nach Europa. Da Vanille früher ausschließlich
in Mexiko wuchs, hatten die Spanier lange Zeit ein Monopol auf Vanille. Die Hauptanbaugebiete sind heute Madagaskar
(mit 50% der Weltproduktion), die Komoren und Réunion, Mexiko liefert nur noch etwa 10% der Vanilleproduktion.
Einer der weltgrößten Abnehmer ist Coca-Cola. |
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