Pfeffer - Piper nigrum
 
 


   
  Die Heimat des Pfeffers ist die südindische Malabarküste. Bereits vor rund 500 Jahren wurde der kletternde Pfefferstrauch, dessen Früchte den Pfeffer liefern, nach Afrika exportiert und vor rund 70 Jahren in die Neue Welt. Die Sträucher werden in Pfeffergärten kultiviert. Sie blühen das ganze Jahr über, werden aber in der Regel nur zweimal im Jahr beerntet. Der Pfeffer galt lange Zeit als das kostbarste Gewürz in Europa. Es gibt drei verschiedene Handelsformen des Pfeffers: schwarzen, weißen und grünen Pfeffer.  
 
 
Der grüne Pfeffer wird unreif geerntet und ganz eingelegt. Der schwarze Pfeffer wird ebenfalls unreif geerntet, aber anschließend getrocknet. Der weiße Pfeffer wird geerntet, wenn die Beeren reif sind. Von den Beeren wird die rote Fruchtwand entfernt, nachdem sie rund 1 Woche in Wasser eingelegt wurden, übrig bleibt der weiße Samen, der getrocknet wird. Der weiße Pfeffer ist milder als der schwarze Pfeffer. Gemahlener Pfeffer verliert schnell sein Aroma, deshalb sollte er immer frisch gemahlen werden. Neben dem Echten Pfeffer gibt es noch weitere Arten, wie den langen Pfeffer, der ebenfalls aus Indien stammt, der Kubeben-Pfeffer aus Malaysia, der in Europa als Heilmittel verwendet wurde. Desweitern gibt es noch den Ashanti-Pfeffer, der milder als der Schwarze Pfeffer ist und der Bethel-Pfeffer, dessen Blätter in Afrika zusammen mit den Nüssen der Areka-Palme als narkotisches Genußmittel gekaut werden. Der Rosa Pfeffer gehört nicht zum echten Pfeffer sondern zu einem Efeugewächs aus Peru. Er soll gesundheitlich zudem nicht unbedenklich sein. Weißer Pfeffer paßt besonders gut zu Weißwein-Soßen, grüner Pfeffer zu Fleisch, Reis und Gemüse. Mit Pfefferöl, das eine geringere Schärfe aufweist, werden Fertig-Soßen, Salatsoßen und Büchsenfleisch gewürzt. Aber auch Fleisch, Wurst, Fisch, Salat, Soßen, Suppen, Gemüse, Eingelegtes Gemüse, Käse, Marinaden und vieles andere wird mit Pfeffer gewürzt.  

   
 
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